Beim ersten Fallschirmsprung spürt man Stress und Angst. Im Körper werden Adrenalin und Cortisol freigesetzt. Für professionelle Fallschirmspringer verschwindet die Angst, nur der stressige Kick bleibt – und das bedeutet: Adrenalin pur. Diese beiden Hormone helfen dem Körper, Stress schnell zu bewältigen, doch in übermäßiger Menge oder bei dauerhafter Freisetzung können sie der Gesundheit schaden.
Eine normale Menge Adrenalin beschleunigt den Stoffwechsel und fördert den Gewichtsverlust. Der Herzschlag erhöht sich, das Nervensystem wird stimuliert, und der Blutdruck steigt. Doch nach etwa fünf Minuten klingt die Wirkung ab. Genau deshalb betreiben sogenannte „Adrenalinjunkies“ Extremsport, um die Produktion dieses Hormons anzukurbeln.
Wird der Körper jedoch zu häufig Adrenalinschüben ausgesetzt, kann das zu Herz-Kreislauf-Problemen führen. Ein Mangel an Adrenalin kann hingegen Depressionen auslösen. Ein gewisses Maß an Stress ist also sogar gesund für den Körper. Mehr über Orte in München und Umgebung, die den Adrenalinspiegel in die Höhe treiben, erfahren Sie auf imunich.eu.
1. Tandem-Paragliding

In Lenggries, etwa eine Stunde von München entfernt, bietet sich die perfekte Gelegenheit, das Fliegen in seiner reinsten Form zu erleben. Genießen Sie den Nervenkitzel und die atemberaubende Freiheit eines Paraglide-Flugs – auf einem motorlosen Schirm. Sie erleben die Welt aus einem neuen Blickwinkel und nutzen Luftströmungen und das eigene Körpergewicht.
Paraglider fallen im Gegensatz zu Fallschirmspringern nicht vom Himmel, sondern starten vom Boden mit bereits geöffnetem Schirm. Dabei ist es wichtig, die richtige Luftströmung zu finden, die einen stundenlang in der Luft hält und unvergessliche mehrkilometrige Reisen ermöglicht.
Genießen Sie einen unvergesslichen Flug mit dem Paraglider vom Brauneck-Gipfel bei München, hoch über dem Isartal. Ein zertifizierter Tandem-Pilot sorgt dabei stets für Ihre Sicherheit.
2. Bungee-Jumping

Ein unvergessliches Erlebnis bietet das Bungee-Jumping im Olympia-Stil. Starten Sie an der Ruder-Regattastrecke in Oberschleißheim (etwa 25 Minuten von München entfernt), und erleben Sie den freien Fall über das türkisfarbene Wasser, bis das elastische Seil Sie wieder nach oben schnellen lässt.

Interessanterweise hat Bungee-Jumping seinen Ursprung in rituellen Traditionen einiger pazifischer Inseln und südamerikanischer Stämme. Das Volk von Vanuatu führte so einen Initiationsritus durch: Der Geweihte sprang von einer Höhe, mit Lianen an den Beinen befestigt.
3. House Running

Laufen Sie wortwörtlich die Wand des Rilano Hotels in Schwabing (nördliches München) hinunter – aus einer Höhe von 50 Metern, befestigt an einer speziellen Konstruktion. Lassen Sie den Blick über die Stadt schweifen und genießen Sie den Nervenkitzel des Abstiegs.
4. Flying Fox

Das Olympiastadion in München ist der Ort, an dem Glück und Adrenalin verschmelzen. Probieren Sie einen Flug über das Stadion und genießen Sie die atemberaubende Aussicht. Steigen Sie zunächst auf das Zeltdach, dann sichern Sie sich und gleiten 35 Meter über dem Stadionrasen hinab zur Osttribüne. Der „Flying Fox“ hat eine Länge von etwa 200 Metern und ist ein einzigartiges Erlebnis für das höchste Maß an Adrenalin!
5. Flusssurfen

Der 2 km lange Eisbach in München ist ein beliebter Ort für Flusssurfer. Während das Wasser unter einer kleinen Brücke hervortost, warten Surfer geduldig am Ufer auf ihre Chance. Sie springen von der Uferkante auf das Board und machen scharfe Drehungen, um sich über Wasser zu halten.
Das Wasser ist kalt und flach – manchmal nur 40 cm tief – und daher nur für erfahrene Surfer geeignet. Selbst in Münchens kaltem Winter findet man hier Leute, die gegen die Wellen kämpfen!
6. Klettern und Bouldern
München ist die deutsche Hauptstadt des Alpinismus. Die Stadt und Umgebung bieten ideale Bedingungen für Klettern und Bouldern (eine Variante des Kletterns an niedrigen Felsformationen oder künstlichen Wänden ohne Seil und Sicherungssystem).
Die nächstgelegenen Kletterspots sind etwa 45 Minuten von der Stadt entfernt, wie zum Beispiel Kochel, wo sich einige der schwierigsten Linien und Boulder in Deutschland befinden. Viele Orte finden sich um Rosenheim, und zahlreiche Standorte liegen in den Alpen und ihrem Vorland, zum Beispiel das Zillertal.
Nur 10 Minuten südlich von München befindet sich der Buchenhain-Felsen im Isartal. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist er bei Kletterern beliebt. Die Konglomeratfelsen waren sogar schon glatt, als die Pioniere des Klettersports die Traverse schufen, lange bevor das Schwierigkeitsgradsystem im Bouldern eingeführt wurde. Der Buchenhain hat seinen einzigartigen Charme bewahrt und zieht nach wie vor viele Kletterer an.

In München selbst gibt es zahlreiche Kletter- und Boulderhallen, wie zum Beispiel das Kletterzentrum Thalkirchen – die weltweit größte Kletterhalle (Stand 2023) mit 6540 m² künstlichen Wänden im Innen- und Außenbereich und einer Boulderfläche von 1119 m². Die Wandhöhe erreicht bis zu 18 Meter. Für ambitionierte Kletterer gibt es dort auch Wände, die echte Felsen imitieren.
Eine weitere Halle, die sich lohnt, ist das Heaven’s Gate – die höchste Kletterhalle in ganz Europa (Stand 2023) mit über hundert Routen und überhängenden Wänden. Die Routen sind nach Schwierigkeitsgrad farblich gekennzeichnet: grün für Anfänger, gelb und rot für Fortgeschrittene und blau und schwarz nur für Experten.

7. BMX-Fahren
Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Münchner Jugend ist das BMX-Fahren. Ein beliebter Ort dafür ist der Lohhof-Park in Unterschleißheim (30 Minuten von München entfernt).

Der Park eignet sich für Radfahrer aller Levels. Anfänger lernen einfaches Fahren, während Experten ihre Tricks genießen. Der Park besteht aus 11 Rampen, 5 Mini-Rampen und 2 Rails. Es handelt sich um einen mittelgroßen Park mit Betonboden. Sicherheit geht vor, daher sollten Sie immer einen Fahrradhelm tragen. Der Eintritt ist frei, der Park ist rund um die Uhr geöffnet.
8. Alpine Coaster

Dies ist zwar keine Sportart im engeren Sinne, aber diese Aktivität gehört definitiv auf diese Liste, da sie für einen kräftigen Adrenalinschub sorgt. Diese Art von Fahrzeug ist für schnelle Abfahrten auf Berghängen (oder steilen Hügeln) auf speziellen Schienen oder glatten Wegen in einem Stahlschacht ausgelegt.
Der Fahrer kann mit einem Hebel vor sich die Geschwindigkeit steuern. Dieser Typ Attraktion ist in Deutschland, der Schweiz und Österreich weit verbreitet.
In Oberammergau (etwa 1 Stunde und 20 Minuten von München entfernt) befindet sich die längste Alpine-Coaster-Strecke der Welt (Stand 2023). Erkunden Sie die malerische Gemeinde und andere bayerische Sehenswürdigkeiten, wie die Gärten von Schloss Linderhof, mit rasanter Geschwindigkeit.