9 Mai 2026

7 ungewöhnliche Sportarten, die man in München ausprobieren sollte

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München liegt nur ein bis zwei Stunden von den Alpen entfernt, wo man Skifahren, Paragliding oder Klettern ausprobieren kann. Doch auch die Stadt selbst bietet Einheimischen und Touristen spannende Sportarten an. Zwischen architektonischen Meisterwerken findet man Orte, die vielfältige sportliche Erlebnisse bieten. Mehr zu den sieben ungewöhnlichen Aktivitäten, die man ausprobieren sollte, erfahren Sie auf imunich.eu.

1. Unterwasserhockey

Eishockey ist eine der beliebtesten Wintersportarten. Aber wie wäre es mit Unterwasserhockey? Dieser Sport, bei dem Spieler in einem Pool unter Wasser gegeneinander antreten, entstand 1954 in England. Der Tauchklubbesitzer Alan Blake erfand das Spiel namens Octopush, um Besucher auch im Winter für das Tauchen zu begeistern. Das von ihm entwickelte Spiel fand Anklang und verbreitete sich bald über England hinaus.

Für Fans dieser Sportart gibt es in München den speziellen Club Unterwasserhockey München e.V. Jeder Spieler benötigt eigene Ausrüstung. Wie beim Wasserpolo tragen die Spieler farbige Mützen (schwarz oder weiß) zur Identifikation der Teams. Zusätzlichen Schutz bieten Plastikkappen. Außerdem ist ein Schnorchel notwendig. Ein Handschuh schützt die Hand bei Bewegungen am Beckenboden. Weitere Ausrüstung sind Tauchmaske, Schläger und Flossen. Die Schläger sind auch in zweifarbiger Ausführung erhältlich.

Wie im normalen Hockey müssen die Spieler den Puck mit dem Schläger ins gegnerische Tor befördern, wobei der Puck auf dem Boden des Pools geschoben wird. Da verbale Kommunikation unmöglich ist, muss man die Gedanken und den Stil der Teammitglieder vorausahnen. Unterwasserhockey erfordert Teamgeist und die Bereitschaft, sich gegenseitig abzulösen, da jedem irgendwann die Luft ausgeht.

Unterwasserhockey ist eine kontaktfreie Sportart. Schubsen wird als Foul gewertet. Der Puck darf nur mit dem Schläger gespielt werden. Verlangsamt ein Spieler die Bewegung des Pucks mit Handschuh, Flossen oder Körper, gilt dies ebenfalls als Foul.

Unterwasserhockey ist Teil der World Confederation of Underwater Activities. Die erste Weltmeisterschaft fand 1980 in Kanada statt, und vier Jahre später wurde die erste Frauenweltmeisterschaft ausgetragen.

2. Eis-Freestyle

Haben Sie sich jemals gefragt, was passieren würde, wenn Eiskunstläufer Breakdance machen würden? Eis-Freestyle ist die Antwort!

Freestyle bezeichnet allgemein verschiedene Wintersportdisziplinen, bei denen Skifahrer nicht nur in Geschwindigkeit, sondern auch in Tricktechnik gegeneinander antreten.

Viele Münchner sind auf Schlittschuhen groß geworden, doch nur ein kleiner Teil der jungen Leute kombiniert ihre Fahrkünste mit Tanzelementen. Man sollte sehr sicher auf dem Eis sein, um diesen Sport als Hobby zu betreiben. Um die Tricks der Profis zu sehen, besuchen Sie in den Wintermonaten die Eisbahn im Eis- und Funsportzentrum Ost.

3. Hurling

Dies ist ein Mannschaftsspiel keltischen Ursprungs, das mit Schlägern und einem Ball gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, mehr Punkte und Tore als das gegnerische Team zu erzielen. Hurling wird bei Frauen Camogie genannt.

Am weitesten verbreitet ist das Spiel in Irland. In anderen Ländern wird es hauptsächlich von Mitgliedern der irischen Diaspora gespielt. Auch in Deutschland brachten irische Auswanderer den Hurling-Sport mit. In München wurde 2001 im Englischen Garten das Team Munich Colmcilles gegründet.

Die Munich Colmcilles bieten ganzjährig Training für Hurling/Camogie an. Das Jugendtraining ist für Jungen und Mädchen ab sechs Jahren geeignet. Während der Saison finden die Trainings auf speziellen Außenfeldern statt, im Winter wird drinnen trainiert.

Das Spiel verbindet Elemente von Rugby, Basketball und Hockey. Die Spieler verwenden einen Holzschläger namens Hurley, um den Sliotar (kleiner Ball) zu schlagen und ins gegnerische Tor zu befördern. Das Spiel wird von einem Schiedsrichter überwacht.

4. Kanupolo

Kanupolo ist eine nicht-olympische Mannschaftssportart und eine Variante des Kanufahrens. Er entstand 1970, als das Spiel in London erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Das Spiel findet auf offenen oder geschlossenen Gewässern auf einem Spielfeld mit Toren über der Wasseroberfläche statt. Zwei Teams mit jeweils fünf Personen treten gegeneinander an und manövrieren den Ball mit Händen oder Paddel innerhalb der Regeln. Das Team, das die meisten Tore erzielt, gewinnt. Die Regeln und Dynamik erinnern an eine Mischung aus Fußball, Handball und Wasserball. Körperkontakt ist erlaubt.

Kanupolo vereint zwei Leidenschaften Deutschlands – Handball und das Verbringen von Zeit am See. Die Spieler müssen nicht nur geschickte Kanufahrer sein, sondern auch präzise Manöver und Würfe ausführen. Vorsicht: Dies ist kein sanftes Paddeln. Spieler benötigen abgerundete Paddel, Helme und Schutz für Körper und Gesicht.

5. Roller Derby

Roller Derby ist ein kontaktfreudiger Sport auf Rollschuhen, hauptsächlich von Frauen gespielt. Zwei Teams treten auf einer ovalen Bahn gegeneinander an. Der Sport entstand in den USA in den 1930er Jahren. Der Geschäftsmann Leo Seltzer bemerkte, dass Zusammenstöße der Rollschuhläufer das Publikum begeistern und entschloss sich, daraus eine eigene Show zu machen.

Das Spiel, bei dem sich Mädchen auf Rollschuhen schubsen und über die Strecke sausen, gewann schnell an Popularität. Später begannen die Spiele an durchdachte Shows zu erinnern und weniger an Sportwettkämpfe. Ende der 1970er Jahre ließ das Interesse nach, doch in den 2000er Jahren erweckten einige Frauen in Texas den Sport wieder.

In München können Sie den Teams Munich Rolling Rebels und Municorns zuschauen, die regelmäßig gegen internationale Gegner antreten.

6. Drachenbootrennen

Ein Drachenboot ist ein großes Kanu mit einem Drachenkopf und -schwanz. Vorne sitzt eine Person, die auf eine große Trommel schlägt und den Ruderern den Rhythmus vorgibt.

Drachenbootrennen stammen aus einem alten Wettbewerb unter Dorfbewohnern in Südchina und erinnern an die antiken olympischen Spiele im alten Griechenland. Sowohl Drachenbootrennen als auch die antike Olympiade beinhalteten neben dem Wettkampf Elemente religiöser Riten und öffentlicher Feste.

Diese Sportart wird weltweit immer beliebter, und München bildet da keine Ausnahme. Jährlich findet in der Stadt der Alpenland Drachenboot-Cup am Chiemsee statt, wo lokale Teams wie die Bavarian Kongs um Geschwindigkeit wetteifern.

7. Flusssurfen

Der 2 Kilometer lange Eisbach in München ist ein beliebter Ort unter Flusssurfern. Während das Wasser unter einer kleinen Brücke hindurchtost, warten Surfer am Ufer auf ihre Chance. Die Surfer müssen von der Uferkante auf das Brett springen und scharfe Wendungen machen, um sich über Wasser zu halten.

Das Wasser ist kalt und flach – manchmal nur 40 cm tief – und daher nur für erfahrene Surfer geeignet. Selbst in den kalten Wintern von München sieht man hier Leute, die gegen die Wellen kämpfen!

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