9 Februar 2026

Die Fußballlegende Franz Beckenbauer

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Franz Beckenbauer ging in die Geschichte des Weltfußballs als einer der besten Fußballspieler aller Zeiten ein. Auf dem Spielfeld war er ein wahrer Anführer und spielte stets mit erhobenem Haupt, was ihm den Spitznamen „Kaiser“ einbrachte. Sein Leben war geprägt von harter Arbeit, Kreativität, Liebe und Erfolg. Am 7. Januar 2024 verstarb Beckenbauer im Alter von 78 Jahren. In diesem Artikel erzählen wir von seinem Leben, seinen größten Erfolgen und seinem Privatleben. Mehr auf imunich.eu.

Lebensgeschichte und Fußballkarriere

Franz Beckenbauer wurde 1945 in München geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen: Sein Vater war Postbeamter, seine Mutter Hausfrau. Seine Fußballkarriere begann im Verein „München 1906“. Mit 18 Jahren debütierte Beckenbauer in der ersten Mannschaft des FC Bayern München. Bereits in seinem ersten Spiel erzielte er ein Tor. In der Saison 1964/65 wurde er Stammspieler und trug maßgeblich zur Entwicklung des Vereins bei.

1967 gewann er den Europapokal der Pokalsieger. Beckenbauer spielte zunehmend als offensiver Libero und wurde bekannt für seine kreativen Pässe und das Zusammenspiel mit Gerd Müller. Zwischen 1972 und 1974 führte Beckenbauer die Mannschaft zu drei Meistertiteln und gewann 1974 den Europapokal der Landesmeister. 1976 wurde Bayern München mit Beckenbauer Weltpokalsieger.

In der deutschen Nationalmannschaft trat Beckenbauer erstmals am 16. Februar 1965 in einem Spiel gegen den FC Chelsea auf. Sein internationales Debüt gab er im Herbst desselben Jahres bei der Weltmeisterschaft gegen Schweden.

Bei der Weltmeisterschaft 1966 erzielte Beckenbauer vier Tore und wurde als Fußballer des Jahres in Deutschland ausgezeichnet. Er war damals erst 20 Jahre alt. 1972 wurde Beckenbauer mit dem „Ballon d’Or“ als bester europäischer Fußballer geehrt. Er zeichnete sich durch sein elegantes und schönes Spiel aus, bei dem ein einziger Pass seinen Mitspieler in eine aussichtsreiche Schussposition brachte. 1977 wechselte er zum New Yorker Team „Cosmos“, wo er seine Spielerkarriere beendete.

Trainerlaufbahn und weitere Karriere

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn begann Beckenbauer als Trainer der deutschen Nationalmannschaft zu arbeiten. 1990 führte er die Mannschaft zum Weltmeistertitel. 1991 wurde Beckenbauer Vizepräsident des FC Bayern München. Von 1994 bis 2009 war er Präsident des Vereins. Von 2007 bis 2011 war er Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees.

Beckenbauers weitere Aktivitäten

2013 wurde Beckenbauer Botschafter des sozialen Programms „Fußball für Freundschaft“. Nach seinen Aussagen vermittelte das Projekt Werte, die die Welt verändern können.

Ein wichtiger Teil von Beckenbauers Leben war auch die Kreativität. Er liebte es zu singen und nahm eine Schallplatte mit dem Titel „Nobody Can Separate Good Friends“ auf. Das Lied wurde recht populär und erreichte Platz 31 der deutschen Charts. Zudem trat der ehemalige Fußballer in Werbespots für „Knorr“ auf und spielte in der TV-Komödie „Olympia-Olympia“ mit. Es lässt sich sagen, dass er seine Popularität nutzte, um weiterhin Einkommen zu generieren.

Beckenbauer war auch in mehrere Skandale verwickelt. In den 1970er Jahren zahlte er wegen Steuerhinterziehung eine Geldstrafe von 1,8 Millionen Mark. Eine ähnliche Geschichte ereignete sich 1986.

Privatleben

Franz Beckenbauer wurde sehr früh Vater. Sein erster Sohn Thomas wurde geboren, als Franz erst 18 Jahre alt war. Bis 1990 war er mit Brigitte Beckenbauer verheiratet. Sie hatten die Söhne Michael und Stephan, und Brigitte adoptierte Franz. 2015 musste Beckenbauer seinen Sohn Stephan, ebenfalls Fußballer, beerdigen. Stephan starb im Alter von 46 Jahren an einem Hirntumor. Die Ehe mit Brigitte dauerte zehn Jahre, bevor Beckenbauer sie für die Sportfotografin Diana Sandmann verließ. Für Sandmann war die Beziehung eine harte Probe, da sie auf dem Fußballfeld mit Tomaten beworfen und beschimpft wurde. Einige glauben, dass die Enthüllung der Affäre der Grund für Beckenbauers Umzug nach New York war.

Seine zweite Ehe führte er mit Sybille Beckenbauer, die dritte mit Heidi Burmester. Franz begann eine außereheliche Beziehung mit Heidi, während er noch mit Sybille verheiratet war. Sybille erinnerte sich, dass die Beziehung von Anfang an seltsam war und sie sich in Franz’ Nähe nicht wohl fühlte. In der Ehe mit Heidi hatte Franz zwei Kinder: den Sohn Joel und die Tochter Francesca.

Der Tod des Fußballers

Beckenbauers Gesundheit verschlechterte sich allmählich. 2023 konnte er aufgrund seines Gesundheitszustands nicht einmal an der Beerdigung seines Freundes Pelé teilnehmen. Am 7. Januar 2024 starb Franz Beckenbauer im Kreis seiner Familie. Am Tag seines Todes wurde der Film „Beckenbauer“ ausgestrahlt, der an das Leben dieses legendären Fußballers erinnerte.

Franz Beckenbauer war nicht nur eine Fußballlegende, sondern auch eine interessante Persönlichkeit. Sein Leben wurde von Frauen begleitet, die von ihm begeistert waren. Zudem widmete sich Beckenbauer der Kreativität und hatte keine Angst, Neues zu entdecken. Er war nicht nur ein Anführer auf dem Fußballfeld, sondern auch im Leben.

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