9 Mai 2026

Die Geschichte des Münchner Rosenballs

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Die Tradition der Bälle in München begann bereits im 19. Jahrhundert. Zunächst handelte es sich um private Veranstaltungen für eine exklusive Gesellschaft, doch im Laufe der Zeit wurden die Bälle auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Oft dienten sie als festlicher Rahmen für wohltätige Zwecke. In diesem Artikel erzählen wir die Geschichte des Münchner Rosenballs, einer Benefizveranstaltung des 21. Jahrhunderts. Mehr dazu auf imunich.eu.

Die Geschichte des Rosenballs

In München finden seit Jahrzehnten Benefizbälle statt, die oft nach Blumen benannt wurden. Neben dem Rosenball gab es beispielsweise den Magnolienball, den Chrysanthemenball und den Orchideenball. Der Orchideenball wurde etwa ins Leben gerufen, um das Schloss Blutenburg in München zu erhalten.

Der erste Rosenball fand 2003 statt und wurde von Sabine Vogelsgesang ins Leben gerufen. Ziel der Veranstaltung war es, kranke und bedürftige Kinder zu unterstützen. Sabine Vogelsgesang engagierte sich auch aktiv für die Stiftung „Tabaluga“. Nach ihrem Tod im Jahr 2018 versuchten die Organisatoren, ihre Arbeit fortzusetzen, doch 2022 wurde der Verein schließlich aufgelöst. Sabine Vogelsgesang spendete im Rahmen der jährlichen Bälle über 50.000 Euro an die Stiftung.

Ablauf des Rosenballs

Der Rosenball fand von 2003 bis 2012 statt. Der zehnte Rosenball im Jahr 2012 wurde als letzter angekündigt, da die Unterstützung durch Unternehmen abnahm und die Organisation immer kostspieliger wurde. Auf der Website der Stiftung „Tabaluga“ sind die Details zu den vergangenen Bällen dokumentiert.

Beim ersten Ball 2003 wurden 1.500 Euro gesammelt, die auf Initiative der Gäste an eine Kinderklinik gespendet wurden. Ein Großteil des Geldes ging an ein Mädchen namens Duaa aus Marokko. Bereits 2004 stieg der Betrag auf 13.000 Euro, die ebenfalls für die Behandlung kranker Kinder verwendet wurden.

Parallel zum Ball fanden kulturelle Veranstaltungen wie Filmvorführungen, Ausstellungen und Konzerte lokaler Künstler statt. Auktionen, bei denen exklusive Gegenstände ersteigert werden konnten, gehörten ebenfalls zum Programm. Ein Highlight des Balls war stets das elegante Abendessen in prachtvollen Sälen, die mit Rosen geschmückt waren. Die Gäste erschienen in eleganter Abendgarderobe – Frauen in langen Kleidern und Männer in Anzügen oder Smokings. Der Ball bot die Gelegenheit, Luxus und Schönheit zu genießen und gleichzeitig Gutes zu tun.

Wohltätige Bälle heute in München

Auch wenn der Rosenball nicht mehr stattfindet, gibt es in München weiterhin zahlreiche Benefizveranstaltungen. Ein Beispiel ist der Ball „Roses & Love“, der jedes Jahr am Valentinstag stattfindet. Ein Teil der Einnahmen geht an ein Kinderhospiz, ein weiterer Teil unterstützt die LGBTQ+-Community. Der Ball kombiniert eine lebhafte Party mit einer Modenschau.

Ein weiteres Highlight ist der „The Lion Dance Championships & Gala Ball“. Diese Veranstaltung ist Teil eines internationalen Tanzwettbewerbs, zu dem Teilnehmer und Gäste aus aller Welt anreisen. Der Ball beeindruckt mit den Auftritten professioneller Tänzer, deren Eleganz und Können die Zuschauer in Staunen versetzen. Ein Buffet mit exquisiten Speisen ergänzt das Erlebnis. Die begrenzte Ticketanzahl schafft eine intime und magische Atmosphäre. Die Einnahmen fließen in soziale und kulturelle Projekte.

Fazit

Der Rosenball war eine wunderbare Tradition, die über zehn Jahre hinweg vielen kranken Kindern Hoffnung und Hilfe brachte. Wohltätige Bälle haben in München weiterhin ihren festen Platz, und es bleibt zu hoffen, dass diese Tradition fortbesteht und sich weiterentwickelt.

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