Fabian Johnson ist ein vielseitiger Verteidiger, bekannt durch seine Einsätze für mehrere deutsche Fußballvereine und die Nationalmannschaft der USA. Mehr über den berühmten gebürtigen Münchner und Europameister erfahren Sie auf imunich.eu.
Sohn einer internationalen Familie
Fabian Johnson wurde am 11. Dezember 1987 in München geboren. Fabians Großmutter mütterlicherseits war Bayerin, und ihre Tochter – Fabians Mutter – heiratete einen afroamerikanischen Soldaten namens Charles, der in Bayern stationiert war.
Charles Johnson, ein ehemaliger Basketballspieler, hatte großen Einfluss auf Fabians Leben und Karriere. Übrigens ist Fabians Bruder Stefan ebenfalls Fußballspieler, wenn auch weniger bekannt. Auch er hatte einen positiven Einfluss auf die Karriere des zukünftigen Europameisters.
Karriere in Deutschland
1991 begann Fabian im Jugendteam des Sportfreunde München Fußball zu spielen. Fünf Jahre später wechselte er zum bekannten Nachwuchsklub TSV 1860 München, dessen Name auf das Gründungsjahr zurückgeht. Der TSV 1860 München war einer der Gründungsvereine der Bundesliga, der höchsten deutschen Fußballliga.
2006 wurde Johnson in die erste Mannschaft des TSV 1860 München befördert. Insgesamt bestritt er während seiner Karriere bei diesem Verein 89 Spiele und erzielte 4 Tore. 2009 spielte Johnson in der deutschen Nationalmannschaft, die bei der U-21-Europameisterschaft in Schweden den Titel gewann. Dieses internationale Fußballturnier wird von der UEFA organisiert und steht Spielern unter 21 Jahren offen.

Im selben Jahr wechselte der Fußballspieler zum deutschen Profiverein VfL Wolfsburg aus der Stadt Wolfsburg in Niedersachsen, dessen Eigentümer der deutsche Automobilkonzern Volkswagen ist. Es fiel ihm jedoch schwer, sich an ein Team zu gewöhnen, das nach dem Gewinn seines ersten Bundesligatitels keine großen Erfolge mehr erzielte. Er bestritt in zwei Saisons nur 16 Spiele, bevor er zum TSG 1899 Hoffenheim wechselte, einem Klub aus Hoffenheim, einem Stadtteil von Sinsheim in Baden-Württemberg.
2015 erzielte Johnson sein erstes Tor in der UEFA Champions League. Dieses jährliche Fußballturnier wird zwischen europäischen Vereinen ausgetragen, die in der vorangegangenen Saison in ihren nationalen Meisterschaften erfolgreich waren.
Die amerikanische Nationalmannschaft
Als der frühere Trainer Jürgen Klinsmann Johnson 2011 anbot, für die US-Nationalmannschaft zu spielen, stimmte der Münchner sofort zu. Die Eltern reagierten positiv auf die Nachricht und sahen diesen Wechsel nicht als Verrat an der Heimat an.
Zu diesem Zeitpunkt spielte Johnson noch für Deutschland auf Jugendebene, hatte jedoch das Recht auf einen einmaligen Wechsel, um für die USA anzutreten. Für ihn war es jedoch nicht einfach, das Heimatland seines Vaters zu repräsentieren. Wegen fehlender Dokumente konnte Johnson zunächst nicht auf dem Spielfeld stehen.

Nach zwei Monaten erfüllte er jedoch seinen Traum und debütierte im November in der US-Nationalmannschaft, als er in einem Spiel gegen Frankreich eingewechselt wurde. Im selben Monat stand er erstmals in der Startaufstellung der USA gegen Slowenien als vollwertiges Mitglied der US-Nationalmannschaft auf dem Feld. 2012 nahm er an einem Qualifikationsspiel für die Fußballweltmeisterschaft teil.
2014 erzielte Fabian sein erstes Tor für die US-Nationalmannschaft und ein Jahr später sein zweites. Nach einer Niederlage in einem Qualifikationsspiel 2017, als die USA gegen Costa Rica verloren, hörte Johnson auf, für die US-Nationalmannschaft zu spielen.
Fünf interessante Fakten
- Da die Eltern zu Hause Englisch sprachen, lernte Fabian von klein auf zwei Sprachen.
- Johnson begann als linker Außenverteidiger, doch seine Vielseitigkeit wurde auch auf anderen Verteidigerpositionen als nützlich erachtet.
- Fabians Schnelligkeit macht ihn auf dem Spielfeld besonders effektiv. Er erobert den Ball im richtigen Moment blitzschnell und schlägt ihn gekonnt weg.
- Obwohl Johnson für mehrere deutsche Erstligavereine spielte, schaffte er es nie in die Hauptmannschaft seines Heimatlandes.
- In Interviews berichtete der Fußballspieler mehrmals, dass er sich immer als Amerikaner gefühlt habe, obwohl er in Deutschland aufgewachsen ist.